Merinowolle

Merinowolle ist die hochwertige Schurwolle des Merinoschafes. Das Fell des Merinoschafs besteht aus leichten, dünnen Haaren und hält extremen Temperaturschwankungen stand. Der wesentliche Unterschied zur normalen Schafwolle ist, dass die Merinowolle sehr fein und nur halb so dick ist. Die Merinofasern bewegen sich im Bereich zwischen 16,5 und 24 Mikrometer (= tausendstel Millimeter) und das ist auch der Grund, warum die Merinowolle nicht kratzt, sich weich und angenehm anfühlt.

Ein menschliches Haar ist ca. 30 bis 80 Mikrometer dick. Eine der wesentlichen Eigenschaften der Merinowolle ist, dass sie nicht kratzt, atmungsaktiv ist, temperaturregulierend (wärmt im Winter, kühlt im Sommer), bildet keine unangenehmen Gerüche, speichert die Feuchtigkeit ohne sich feucht anzufühlen, wärmt auch im feuchtem Zustand, transportiert die Feuchtigkeit nach außen, knittert nicht und einen natürlichen UV-Schutz hat.

Merinowolle ist auch optimal für heißere Tage geeignet. Denn diese Wolle besitzt die Fähigkeit, bis zu 33 % des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufzunehmen. Die Feuchtigkeit lagert sich im Faserinneren ein, dabei bleibt aber zugleich die Faseroberfläche trocken. Die Merinowolle nimmt Schweiß oder Regen von der Haut auf und speichert sie in ihren Fasern. Die warme Sommerluft führt dazu, dass die aufgenommene Feuchtigkeit an der Außenseite verdunstet. Die dabei entstehende Verdunstungskälte hinterlässt auf der Haut ein kühlendes Gefühl. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Textilien einen hohen Wollanteil aufweisen. Je höher der Wollanteil, desto besser der Feuchtigkeitstransport. Merinowolle ist biologisch abbaubar. Sie ist also eine nachhaltige, erneuerbare Faser.

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